Willkommen in der Drei-Burgen-Schule

Auswertung zur Befragung der Schülerinnen und Schüler der M-Klassen sowie der Eltern der M- und G-Klassen zum Konzept der Drei-Burgen-Schule (Verbindungen von Haupt- und Realschulzweig)

Nachfolgend werden die Ergebnisse zu unserer Befragung dargestellt und unsere Einschätzungen zu den Antworten erläutert. Wir danken an dieser Stelle allen Schülerinnen und Schülern des M-Zweigs sowie allen Eltern, die sich Zeit genommen haben, den Fragebogen auszufüllen. Damit wird uns bei der Weiterentwicklung unserer Schule sehr geholfen.

Die Aussagen/ Fragen

Folgende Aussagen und Fragen wurden in der Befragung genannt und jeweils mit 1 (hat sich voll bewährt), 2 (hat sich im Großen und Ganzen bewährt), 3 (hat sich eher wenig bewährt) oder 4 (hat sich nicht bewährt) bewertet.

1. Der Kern unseres Konzepts ist die Zusammenlegung des Haupt- und Realschulzweigs. Wie hat sich dies Ihrer Meinung nach insgesamt bewährt?

2. Ein Schwerpunkt des Konzepts ist das längere gemeinsame Lernen, d.h. die Kinder lernen von Klasse 5 bis einschließlich Klasse 7 zusammen in einer Lerngruppe. Wie wird dies von Ihnen beurteilt?

3. In unserem Konzept gibt es keine Kurse mit unterschiedlichem Leistungsniveau in den Hauptfächern, bei denen die Schüler einer Klasse aufgeteilt werden. Wir bieten stattdessen innere Differenzierung und zusätzliche Stunden (teilweise zwei Fachlehrer in einer Klasse) zur individuellen Förderung an. Wie beurteilen Sie dies?

4. Ab der Klasse 8 haben die Kinder die Möglichkeit, eine praxisbezogene Klasse oder eine stärker theoriebezogene Klasse zu besuchen. Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein?

5. Unser Konzept sieht eine Verzahnung des G- und M-Zweiges in den Bereichen „Kulturelle Praxis“ im Jahrgang 8 und WPU II in den Jahrgängen 9 und 10 vor. Wie beurteilen Sie dies?

Die Ergebnisse in der Zusammenfassung

Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei der Bewertung unseres aktuellen Konzepts keine eindeutige Tendenz zu erkennen ist für oder gegen unseren Ansatz, den Haupt- und Realschulzweig miteinander zu verbinden. Verbindet man die Kategorien 1 und 2 als befürwortende Einschätzungen und die Kategorien 3 und 4 als eher kritische und ablehnende Bewertungen, dann kann man feststellen, dass bei allen fünf Fragen die positiven Bewertungen überwiegen. Während bei den Fragen 1 bis 3 die Zustimmung etwa im Bereich 60-65% liegt, wird die Frage 4 (praxisorientierte Klasse) mit einer Zustimmung von 78% (M-Eltern) bis 85% (M-Schüler) deutlich positiver bewertet. Auch der Bereich Verzahnung mit dem Gymnasialzweig durch „Kulturelle Praxis“ und WPU II wird etwas positiver gesehen als die drei ersten Bereiche. Hier liegen die Werte zwischen 60% (G-Eltern) und 75% (M-Eltern). Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass die befragten Schülerinnen und Schüler leicht positivere Bewertungen abgegeben haben als ihre Eltern und die Eltern der Gymnasialschüler.

Frage 1 (Bewertung insgesamt): Schüler ca. 60% Zustimmung, Eltern M-Zweig ca. 50% Zustimmung, Eltern G-Zweig ca. 60% Zustimmung.

Frage 2 (längeres gemeinsames Lernen): Schüler ca. 67% Zustimmung, Eltern M-Zweig Zustimmung 60% Zustimmung, Eltern G-Zweig 60% Zustimmung

Frage 3 (innere Differenzierung Hauptfächer): Schüler ca. 67% Zustimmung, Eltern M-Zweig Zustimmung 54%, Eltern G-Zweig Zustimmung ca. 63%

Frage 4 (praxisbezogene Klasse): Schüler ca. 85% Zustimmung, M-Eltern 78% Zustimmung, Eltern G-Zweig 82% Zustimmung

Frage 5 (Verzahnung à WPU II und kulturelle Praxis): Schüler ca. 72% Zustimmung, M-Eltern ca. 75% Zustimmung, G-Eltern ca. 60% Zustimmung (allerdings hoher Wert für 4 (hat sich nicht bewährt) 23%)

Die Anmerkungen/ Kommentare der Schülerinnen und Schüler und der Eltern

Einige Schülerinnen und Schüler und einige Eltern nutzen die Möglichkeit, ergänzende Anmerkungen zu den Fragen zu formulieren. (Hinweis: Insbesondere Eltern und Schülerinnen und Schüler, die unserem Konzept kritischer gegenüberstehen, nutzten dieses Angebot; es ist deshalb wichtig, diese Anmerkungen lediglich als Erklärungshilfe zu den Ergebnissen zu sehen, aber nicht als allgemeines Stimmungsbild.)

Deutlich wurde in den Ausführungen Folgendes:

o Die ergänzenden Anmerkungen der M-Schülerinnen und Schüler sind zum Teil positiv („gut, dass man so lange zusammen lernt“); die Anmerkungen zur P-Klasse bestätigen ebenfalls die sehr positive Bewertung und auch hinsichtlich der Verzahnung mit dem G-Zweig (Frage 5) werden unterstützende Aspekte genannt: „macht mehr Spaß“, „man fühlt sich nicht ausgeschlossen“. Aber es wird auch deutlich Kritik geäußert: Intensiver Unterricht sei wegen großer Unruhe/ Lautstärke oft nicht möglich und Realschüler kämen zu kurz (zu große Lern- und Wissensdistanzen). Die innere Differenzierung sei nicht gut; E-Kurse seien unnötig.

o Ähnlich äußern sich die Eltern der Schülerinnen und Schüler des M-Zweigs: Die meisten M-Eltern, die Anmerkungen notiert haben, sehen die Realschüler des M-Zweigs als Verlierer und bemängeln des Weiteren die Diskrepanz zwischen unserem Anspruch und der Unterrichtsrealität - insbesondere in den Fächern Englisch und Mathe. Die Differenzierung E/G sei nur in Arbeiten, nicht aber im Unterricht erkennbar. Ein Kurssystem und eine „normale“ Förderstufe seien deshalb besser. Einige Eltern fordern aber auch, dass die G-Klassen in den H-/R-Zweig einbezogen werden. Sie würden ein Konzept begrüßen, welches dem einer IGS sehr ähnlich ist. Erwähnt werden auch hier die unruhigen Klassen. Mehrere Eltern finden das Konzept gut, sehen aber ähnlich wie eher kritisch eingestellte Eltern, dass Theorie und Praxis nicht immer übereinstimmen.

o Auch viele der Eltern der Gymnasialschüler formulieren die Befürchtung/ Erfahrung (durch Geschwisterkind im M-Zweig), dass sich in den M-Klassen nicht die schwächeren Schüler an den stärkeren orientieren, sondern umgekehrt. Darüber hinaus wird die Frage gestellt, wie angesichts der zunehmenden Zahl von Schülern, die eine ganz individuelle Unterstützung benötigen (Inklusionsschüler, AD(H)S-Kinder, verhaltensauffällige Kinder, …), der Unterricht organisiert werden kann; das sei angesichts der von politischer Seite sehr knapp gehaltenen Ressourcen kaum realisierbar. Befürwortende Äußerungen werden ergänzt durch die Forderung, die Verzahnung zwischen Gymnasial- und Mittelschulzweig schon früher zu realisieren und nicht erst ab Klasse 8 (KP) bzw. 9 (WPU II).

Insgesamt fällt bei allen sich zum Teil widersprechenden Einschätzungen eine große Übereinstimmung auf, nämlich dass die Kommentierenden vor allen Dingen diejenigen Schülerinnen und Schüler als „Verlierer“ unseres Konzepts sehen, die einen Realschulabschluss anstreben.

Die Ergebnisse in Tabellenform

1 Der Kern unseres Konzepts ist die Zusammenlegung des Haupt- und Realschulzweigs. Wie hat sich dies Ihrer Meinung nach insgesamt bewährt?

1 

2 Ein Schwerpunkt des Konzepts ist das längere gemeinsame Lernen, d.h. die Kinder lernen von Klasse 5 bis einschließlich Klasse 7 zusammen in einer Lerngruppe. Wie wird dies von Ihnen beurteilt?

2 

3 In unserem Konzept gibt es keine Kurse mit unterschiedlichem Leistungsniveau in den Hauptfächern, bei denen die Schüler einer Klasse aufgeteilt werden. Wir bieten stattdessen innere Differenzierung und zusätzliche Stunden (teilweise zwei Fachlehrer in einer Klasse) zur individuellen Förderung an. Wie beurteilen Sie dies?

3

 4 Ab der Klasse 8 haben die Kinder die Möglichkeit, eine praxisbezogene Klasse oder eine stärker theoriebezogene Klasse zu besuchen. Wie schätzen Sie diese Möglichkeit ein?

 4

5 Unser Konzept sieht eine Verzahnung des G- und M-Zweiges in den Bereichen „Kulturelle Praxis“ im Jahrgang 8 und WPU II in den Jahrgängen 9 und 10 vor. Wie beurteilen Sie dies?

5