Erzählcafé- Klassenfahrten früher und heute

Wie an jedem letzten Dienstag im Monat fand auch am 24.10.2017 das Erzählcafé in der Bücherei der Drei-Burgen-Schule statt.

Zu Beginn wurde von der Veranstalterin Frau Rode eine kurze Rede gehalten, in welcher die wichtigsten Punkte der Tagesordnung angesprochen wurden. Dazu gehörten Danksagungen, sowie Jubilare von Mitgliedern des Cafés. Außerdem wurde angekündigt, dass es diesmal auch eine Hand voll Schüler gibt, die Berichte von ihren Klassenfahrten vorlesen werden.

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Nach diesen kurzen Verkündigungen wurde das bereitgestellte Kuchenbuffet eröffnet. Allmählich begannen die Gespräche und die Stimmung wurde zwischendurch von einigen musikalischen Einlagen mehr und mehr aufgeheitert, sodass sich eine freundliche, ausgelassene Atmosphäre verbreitete.

Als nächstes startete Frau Sandra Bürger mithilfe von PC und Beamer eine Präsentation mit Bildern, die ihre Klasse, die G9a, auf Klassenfahrt in den Berchtesgadener Alpen zeigte. Nebenbei trugen die Schüler ihre selbstgeschriebenen Reportagen vor, um der Vorstellung noch etwas mehr Leben einzuhauchen.

Auf die Frage: „Durften die Schülerinnen und Schüler ihre Smartphones mit auf Klassenfahrt nehmen?“, ergriff der Schulleiter Karl-Werner Reinbold das Wort. Er fragte die ältere Generation, ob ein gewisses Interesse bestehe, sich zusammen mit Schülern einen besseren Einblick in die heutige Technik zu verschaffen. Die Schüler der oberen Jahrgänge sollen zum Beispiel bei der Bedienung von Smartphones, Tablets oder PCs helfen.

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Nach diesem kurzen Einschub startete der Austausch über die Erlebnisse auf Klassenfahrten. Viele berichteten, dass sie so etwas aufgrund der damaligen Kriegszeit leider nicht erleben konnten. Andere wiederrum erzählten von Wanderungen auf den Heiligenberg, zum Pferdegrab in Wolfershausen und zum Edersee. Oftmals gab es auch Ausflüge zu Schullandheimen und selten sogar Skifreizeiten. Selbstverständlich wurde den Lehrern auch mal der ein oder andere Streich gespielt. Diejenigen, die in Städten aufgewachsen sind, fuhren sogar nach Fulda, Frankfurt, Köln, oder sogar zum Bundestag nach Bonn. In einem waren sich aber alle einig: Zugfahren war zu damaligen Zeiten etwas ganz besonderes und lies bei jedem Schüler Freude aufkommen.

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Ein älterer Herr erzählte, dass er früher auf eine Dorfschule ging, die aus rund vierzig Schülern bestand, was hieß, dass es auch nur eine Klasse gab. Der Lehrer machte mit der Klasse eine achttägige Fahrt nach Karlshafen. Nach der Rückkehr bekamen die Schüler doch tatsächlich weitere acht Tage frei, da der Lehrer am Ende seiner Kräfte war.

Im Großen und Ganzen war es ein beschaulicher Nachmittag für Erwachsene und Schüler, dem es an schönen, lustigen und erinnerungsreichen Geschichten nicht mangelte. 

Ariane Hahn & Lucca Günther