Klimaboot 2017

In der Woche vom 21.08 bis 25.08.2017 ankerte zum wiederholten Male das Klimaboot an der DBS Felsberg. Wieder nahmen alle Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 daran teil. Das Projekt bestand wie im letzten Jahr aus drei Teilen.

Klima verändert sich – auch in Nordhessen, müssen wir uns daran anpassen. Schüler/Schülerinnen brauchen Kompetenzen (Wissen), um für dieses Thema Handlungsspielräume und Lösungsideen entwickeln zu können. Hier gibt das Klimaboot entsprechende Anreize. Das kompakte Angebot soll die Neugier wecken und motivieren, sich weiter mit diesem Überlebensthema der Menschheit auseinanderzusetzen. 

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Die Schülergruppe vor dem Hinweisschild „Der globale Klimawandel“.

Die Lernwerkstatt Klimawandel:

Die Klassenlehrer führten ihre Schüler/innen mit Materialien der Anleiter in das Thema ein. Nach dem Aufbau der Experimentierstationen übernahmen ab der zweiten Stunde diese für den übrigen Tag. Die Anleiter gehörten zum Team des Wassererlebnishauses Fuldatal, die Material und Experimente selbst entwickelt haben, erproben wollten. Am Ende steht ein Evaluationsbogen für Lehrer und Schüler/innen, um Material und Experimente weiter optimieren zu können.

Das Highlight für diesen Tag waren die Experimentierstationen. Sie waren der Entstehung von Wind und Regen auf der Spur, untersuchten die Bodendurchlässigkeit für Wasser, erkundeten Bodenerosion und ihre Folgen, erkannten die Folgen von Sturm und Orkanböen und brachten den Treibhauseffekt in die Schulklasse.

Zur Abrundung der Lernwerkstatt wurden die Experimente ausgewertet und ihre Folgen auf der Welt erläutert und diskutiert. Wie lässt sich der Klimawandel aufhalten? Was kann jeder Einzelne dafür tun? Diese Fragen bestimmten die Abschlussdiskussion. Ziele waren Hinweise und Tipps, wie man dem Klimawandel entgegnen kann unter der Voraussetzung, dass möglichst alle ihren Beitrag leisten. 

Der eigentliche Workshop Tag:

Der Mittwoch war bestimmt durch unterschiedliche Workshops, in die sich die Schüler/innen im Vorfeld des Projektes einwählen konnten.

Im Workshop 1 mit Thomas Neuroth und Andreas Scheel, Zukunft erFAHRENe.V., wurden die Schüler/innen in die nachhaltige Mobilität eingeführt. Die Workshopleiter brachten viele verschiedene Elektrofahrzeuge für unterschiedlichste Einsätze mit. Neben Fahrrädern, mit sehr unterschiedlichen Funktionen war dies auch ein LKW. Die Fahrräder durften von den Schülern/innen selbst erprobt und gefahren werden.

Zum Workshop 2 hatten Schüler/innen nach einer Einkaufsliste von Frau Anke Schäfer, Verbraucherzentrale Hessen e.V., Lebensmittel zum Frühstück eingekauft. Unter dem Titel „Klimaschutz schmeckt“ wurden die Lebensmittel auf ihre Herkunft und Herstellung betrachtet, untersucht und bewertet. Anschließend durften die Schüler/innen ordentlich frühstücken.

Der Workshop 3 mit Herrn Kammelter, der Frau Susanne Pfingst vom Geo-Naturpark Frau-Holle-Land vertrat, fand auf dem neu geschaffenen Energieweg Söhre im Windpark Söhrewald statt. Der Rundweg führt um alle fünf Windenergieanlagen. Man erlebt die Dimensionen der modernen Windkraftanlagen und erfährt, wie so eine Anlage funktioniert. Diskutiert wird auch die Notwendigkeit einer Energiewende und deren Bedeutung für uns und auch die Auswirkungen, die sich für Mensch und Natur ergeben.

Flucht & Migration – Auswirkungen des Klimawandels war Thema im Workshop 4. Das Bildungskollektiv Kopfstand e.V. machte sich mit den Schülern/innen auf den Weg, dieses komplizierte Themenfeld auf vielfältige Art und Weise zu erkunden, Widersprüche aufzudecken und Vorurteilen zu begegnen. Dabei blieb viel Raum für eigene Gedanken und Überlegungen. Grundlage dieses Workshops ist die Frage, was passiert, wenn der Klimawandel die Existenzgrundlage bedroht und wie man die Verantwortung zur Rettung des Klimas gerecht auf die Verursacher/innen verteilen kann.

Im Workshop 5 bauten die Schüler/innen unter Anleitung von Dirk Schnieders, Wassererlebnishaus Fuldatal Solarauto-Modelle. Dabei ging es nicht nur um den Antrieb durch ein Solarmodul, sondern auch um das richtige Getriebe, um dem Fahrzeug bestimmte Eigenschaften zu geben, z.B. zum Transport von Lasten, der Bewältigung von Steigungen und zum schnellen Fahren (Rennfahrzeug). Am Ende standen Wettbewerbe, welches Fahrzeug erklimmt den steilsten Berg und welches war am „schnellsten“. Die Gewinner erhielten ein kleines Flugobjekt. 

Die Weltklimakonferenz

Unter Anleitung von Wolfram Dawin, Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck, mit Unterstützung durch das Bildungskollektiv Kopfstand e.V. führten alle Klassen ihre eigene Weltklimakonferenz durch. Die Schüler/innen wurden in verschiedene Diskussionspartner (Deutschland, USA, Äthiopien, Tuvalu, UN und Klima-Watch) eingeteilt. Nachdem die einzelnen Gruppen sich über Standpunkte und Argumente ihrer zugedachten Partner informiert, diese gesichtet und bewertet hatten, begann die eigentliche Konferenz. Jede Partei sollte seinen Standpunkt darlegen und argumentativ möglichst viel für sein Land herausholen.

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Die Schülergruppe mit ihrem Lehrer Herr Schütz vor dem Eingang einer Windkraftanlage.

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Regionalität.

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Milena Fritsch und Antonia Parchomyk (M9b) beim Zubereiten eines Obsttellers aus regionalen Früchten.

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 Noah Weinberger, Victoria Bauer, Ariane Hahn und Maria Walter (Klasse G9a) untersuchen den Treibhauseffekt.

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Aleksej Dierßen, Maxim Reif und Nadine Herrchenhan (Kasse G9b) verursachen und beobachten Sturmschäden.

 

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Forian Wiederholdt, Maik Hohmann und Alicia Offermann (G9b) vertreten die USA und Sophie Jünke, Ann-Kristin Henze und Tolga Tekdemir (G9b) sind die Vertreter von Tuvalu.

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Die UNO wird vertreten von Maximilian Gutmann, Maxim Reif und Alexej Dierßen (G9b).

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Die SuS erfahren vor dem Fahren eine Einweisung in die Fahrzeuge.

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Übersicht, der unterschiedlichen Fahrzeuge.

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 Dokumentation des Brainstormings zum Thema.

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Samuell Kneipp und Maximilian Gutmann vor einer Auflistung der größten Herkunftsländer für Flüchtlinge.

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Florian Müller, Nils Hocke (M9b), Kevin Simmat (P9), Danil Lazarev und Daniel Freudenstein (M9a) bauen an den Solarfahrzeugen.

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Das Abschlussrennen.